Donnerstag, 7. März 2024

Literaturwettbewerb Wortfinder...

 Der Verein Worfinder e.V. von Sabine Feldwieser hat wieder einen neuen Literaturwettbewerb ausgeschrieben. Unter dem Motto:

" Anfang & Ende – Alt & Neu – Stillstand & Veränderung "

sind Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung eingeladen, Texte einzureichen, egal ob reale oder ausgedachte Geschichten, Gedichte, Listen, Beobachtungen oder Märchen.....

Bis zum 30. März 2024 können die Texte eingereicht werden, aus denen eine fachkundige Jury dann die besten auswählt, die am 12. September in einem Wandkalender der Öffentlichkeit präsentiert werden. 

Auf der Homepage 'diewortfinder.com' finden sich die Details zum Wettbewerb, der jährlich ausgeschrieben wird, sowie viele schöne Anregungen zum Schreiben sowie veröffentlichte Texte und wunderschöne Postkarten, die man bestellen kann. 


Samstag, 10. Februar 2024

In the city

Gestern vormittag war ich seit langem mal wieder alleine in der Stadt. Bin langsam und in meinem Tempo durch die Geschäfte geschlendert - mal ohne eines der Kinder, die normalerweise immer dabei sein. Konnte Bücher durchblättern, spontan in Susan Sontag's 'On women' lesen, langsam durch die Passagen und über Plätze spazieren, und den Blick auf die Details richten, die in mein Auge fielen, ohne unterbrochen zu werden - im Denken und Schauen und Schlendern. Welch ein Geschenk! Das ich mir viel zu selten gönne.




Auf dem Lande

Heute habe ich einen kleinen Kurztrip aufs Land gemacht, um Lola zu einer Übernachtungsparty zu bringen. Und dann noch einen kleinen Spaziergang durchs Dorf und über die Felder gemacht. Immer wieder erstaunlich die Schönheit der Natur, selbst des Verblichenen. In Erwartung und Vorbereitung, schon lange vor dem Frühling. 








 

Freitag, 9. Februar 2024

Rainy day

Gestern ein Regentag. Meine Stimmung so trüb wie das Wetter. Doch wenn ich ganz nah hingehe mit meiner Aufmerksamkeit, und in den Schmerz hineinatme, verwandelt er sich. Im Innen wie im Außen.


 






Donnerstag, 8. Februar 2024

Sunset auf der Brache

Am Montag Nachmittag war ich auf der 'Brache' in der Südvorstadt spazieren. Zwischen Altbauten und den S-Bahngleisen. Ein weites, brach liegendes Feld inmitten der Großstadt, auf dem sich über die Jahre Pappel-und Birken-Wäldchen, wilde Heckenrosenfelder und unzählige wilde Büsche und Kräuter angesiedelt haben.

Wenn Lola beim Geigen ist, gehe ich dort oft spazieren. Blicke in den Himmel, wate durch die riesigen halb überschwemmten Wiesen, klettere alte Mauern hoch, zwänge mich durch Dornenbüsche. Während die S-Bahn im HIntergrund an mir vorbeizieht, der riesige rote Baukran sich dreht und die Baurbeiter an den Neubauten sich laute Befehle zubrüllen.

Es sind die Kontraste zwischen der wilden Natur und der rauhen Stadt, die sich hier brechen. Als würden sie sich gegenseitig aufheben.

Und es ist der Blick, der nah ran geht, der die Schönheit erkennt. Auch in den Resten, dem Weggeworfenen, das hier seine eigene ästhetische Kraft entwickelt.

Im Detail findet sich immer wieder das Wunder. 


 


Samstag, 18. November 2023

Sweet sixteen!!!

 Lola feiert heute ihren 16. Geburtstag! Happy Birthday!!!!

 Mit einer richtigen, grossen Party, zu der ihre gesamte Klasse eingeladen ist. Zusammen mit unserer Familie und einigen Freunden. Sie ist schon riesig aufgeregt (und ich nicht weniger).

 Wir feiern in einem richtigen Partyraum, mit Musik- und Lichtanlage, es gibt sogar wieder ein Mikro zum selber dazu singen. Puh... Wenn das nicht wieder ein Knaller wird. Lola will auch wieder selber Musik auflegen, was immer ein Garant für beste Stimmung ist (immer wieder erstaunlich, wie selbst die Jugendlichen noch zu den alten Bibi & Tina Songs mitgrölen). 


Wahnsinn, wie die Zeit vergangen ist, und aus dem kleinen Baby von damals eine junge wilde Dame geworden ist.

Freitag, 17. November 2023

Die Abuela

Heute Mittag ist Loli's geliebte spanische Oma, ihre Abuela, gestorben. Nach langer Krankheit ist sie ganz friedlich im Kreise ihrer vier Kinder und des Abuelos eingeschlafen. Welch ein Glück, dass Lolas Papa Ricardo bei ihr sein konnte, der gestern aus beruflichen Gründen nach Gijon gereist ist. 

Foto aus dem Jahr 2008 von der ersten Familienzusammenführung in Leipzig.
 

Loli hat ihren Tod heute gar nicht so recht begriffen. Als ich zu ihr sagte, die Abuela sei tot, schaute sie mich ganz verwirrt an und schüttelte verständnislos den Kopf. Und blickte entgeistert, als ich und Greti zu weinen begannen. Erst Stunden später, beim Abendessen, fragte sie mich, wo die Abuela jetzt sei. 'Im Himmel vielleicht', meinte ich. 'Oder hier bei uns, denn jetzt kann sich ihre Seele ja frei dahin bewegen, wohin sie möchte.' 

Lola nickte.  Und meinte dann nachdenklich: "Papa ist traurig. Hat jetzt keine Mutter mehr." Weiter sagte sie nichts.

Mit dem Abuleo am Playa de la Nora, im Sommer 2008.

 

Erst vor dem Einschlafen meinte sie kurz, dass sie die Abuela vermisst. Kuschelte sich dann aber schnell in ihr Kissen. Ihre Trauer wird wohl noch kommen. 

Denn morgen ist ihr 16. Geburtstag, und sie ist so voller Vorfreude und mit ihrem morgigen Jubeltag beschäftigt, dass sie sich emotional gar nicht einlassen kann auf den Tod ihrer Oma. Die sie so liebte. Bei der sie alle großen Sommerferien in Gijon in Spanien verbrachte. Gehalten, gehätschelt, geliebt. Von Anfang an. 

Und ich vermisse sie so, die Abuela. Tief dankbar, dass es sie gab. Danke!