Letzten Freitag wurde Lola's Traum wahr - und wir waren beim Wincent Weiss Konzert in Magdeburg. Ein Geschenk ihrer Klasse zu ihrem 18. Geburtstag!!!
Trotz Sommerkonzert - fiel Regen in Strömen. Doch gut gewappnet mit Greta's ultradichter Regenjacke konnte selbst der Dauerregen Lola nichts anhaben. Und ihrer Stimmung erst recht nicht.
In selbstbewusster Lola-Manier boxte sie sich kurz vor Konzertbeginn einfach durch nach Vorne - gegen den heftigen Protest der lange schon Wartenden, und ich mich vielfach entschuldigend hinterher. 'Leider leider, meine Tochter mit Down-Syndrom, nicht aufzuhalten", murmelnd. Obgleich Lola hier durchaus aufzuhalten gewesen wäre. Aber ach, weiter vorne ist es doch viel viel Schöner. Und so lange Stehen wäre ihr nicht zuzumuten gewesen, dachte ich entschuldigend für mich. Kleiner Nachteilsausgleich sozusagen.
Lolas grosser Held. Wincent Weiss. Dessen Lieder auch ich mittlerweile auswendig kann, weil sie permament im Autoradio laufen. Lieder von Einsamkeit, dem Wunsch nach Familie, nach Ankommen.. Lieder von neuer und verlorener Liebe, die ich zu meinem Erstaunen sogar ganz gerne mag. Ehrlich, authentisch, tiefen Einblick in seine Seele schenkend. Bei Lola wie auch Tausenden andere junger (und älterer) Frauen trifft er auf eine grosse Fangemeinde! Der Männerteil lag bei höchstens 20%, allesamt Begleiter oder Väter, textsicher waren die definitiv nicht.
Finally, begann das Konzert. Und Wincent Weiss direkt vor uns, auf einem Extralaufsteg, zum Greifen nah. Als er sich vom Publikum auf Händen durch die Menge tragen liess, musste auch ich unfrewillig mit anpacken, damit er nicht abstürzte :-) Sowas hatte ich noch nicht erlebt. Nur Lola war leider zu klein, um ihn auch auch zu berühren...
Überglücklich grölte und sang sie lautstark mit, alle Songs auswendig natürlich. Sprang auf und ab. Zum Glück hörte der Regen auf, kaum dass das Konzert begonnen hatte. So dass die lästigen Regenhüllen fallen konnten.
Was für ein Konzert, was für eine Freude!!! Insgesamt 5 Stunden stand Lola insgesamt an diesem Abend auf den Beinen, ohne jeden Protest. Nur am Ende klagte sie über Knieschmerzen, weil sie so wild herumgesprungen war.
Nur leider konnten wir am Ende kein Foto von ihm und Lola gemeinsam machen. Was ihr ultimativer Traum gewesen wäre. Denn ich ließ mich nicht davon überzeugen, es zu versuchen. zu Lolas grossem Ärger. Aber die Wahrscheinlichkeit erschien mir einfach zu gering, ihn an irgendeinem Hinterausgang noch rechtzeitig abzupassen.
Danke liebe (ehemalige) Klasse 12 für dieses tolle Geschenk an Lola. Ja, was man als Mutter alles so miterleben darf (oder muss). Dem B-Ausweis von Lola sei Dank, der mir ein kostenloses Begleitticket ermöglichte. Irgendeinen Vorteil muss so eine Behinderung ja haben :-)









