Morgen geht's los. Lola und ich, ganz alleine, auf nach Eschach ins Allgäu. Eine Woche Skifahren, Wandern, Lernen, lecker essen... Alleine Woche nur Lola und ich. Wie ich mich freue, fern vom Alltag und den Pflichten, mal ganz ohne all das Gewusel der Familie und des Hauses Zeit zu haben. Nur für Lola!!!
Und natürlich bin ich sehr gespannt, ob Sabine Berndt wieder ein paar wertvolle Hinweise für uns hat, wie wir Lolas Kooperationsbereitschaft und ihren Lernwillen noch weiter verbessern können. Vor allem, wie wir sie dazu bringen können, Herausforderungen anzugehen, wie eben das Skifahren. Dinge, die sie sich alleine nur selten zutraut und sehr schnell wieder aufgibt, sobald die ersten Schwierigkeiten auftauchen. Ich bin sehr gespannt, wie sie diese neue Herausforderung meistert!!!
Freitag, 29. Januar 2016
Donnerstag, 28. Januar 2016
Gestern und heute
Gestern bin ich dreimal gestorben. Heute kann ich nicht mehr genau sagen, woran. Aber gestern war ich sicher, dass ich diesmal nicht wieder auftauche.
Spätestens als mein Rechner nur noch müde blinkte und ein großes Fragezeichen auf dem Desktop zeigte.
Mein Handy nicht mehr auffindbar war. Und ich - nach stundenlangen Recherchen für Schulreferate, nach Splittern im Fuß, Lolas Zusammenbruch, weil das Autoradio die 'Moorhexe' verschluckte, anstatt sie zu spielen, (usw.) - vor dem Schreibtisch zusammensank und mich fragte, wie und ob ich jetzt - jemals wieder - mit der Außenwelt Kontakt aufnehmen soll....
Jetzt ist mein Rechner im Laden. Problem unklar. Ob die Daten zu retten sind, auch. Sicherungskopie hab ich natürlich keine.
Und wenn alles weg sein sollte? Fast befreiend der Gedanke. Dann fang ich nochmal neu an.
Jetzt sitze ich an meinem alten Rechner. Auf dem ich meinen ersten Beitrag in 'Lolas verrückter Welt' geschrieben habe. Fast doppelt so groß, die Tasten klappern. Aber irgendwie fühle ich mich zu Hause. Um mich herum meine alten Dateien, als Hintergrund ein Bild von Lola und Greta in der Badewanne, beide noch mit Milchzähnen ... Mich einfach einmal neu booten....
Und morgen ist wieder ein neuer Tag.
Spätestens als mein Rechner nur noch müde blinkte und ein großes Fragezeichen auf dem Desktop zeigte.
Mein Handy nicht mehr auffindbar war. Und ich - nach stundenlangen Recherchen für Schulreferate, nach Splittern im Fuß, Lolas Zusammenbruch, weil das Autoradio die 'Moorhexe' verschluckte, anstatt sie zu spielen, (usw.) - vor dem Schreibtisch zusammensank und mich fragte, wie und ob ich jetzt - jemals wieder - mit der Außenwelt Kontakt aufnehmen soll....
Jetzt ist mein Rechner im Laden. Problem unklar. Ob die Daten zu retten sind, auch. Sicherungskopie hab ich natürlich keine.
Und wenn alles weg sein sollte? Fast befreiend der Gedanke. Dann fang ich nochmal neu an.
Jetzt sitze ich an meinem alten Rechner. Auf dem ich meinen ersten Beitrag in 'Lolas verrückter Welt' geschrieben habe. Fast doppelt so groß, die Tasten klappern. Aber irgendwie fühle ich mich zu Hause. Um mich herum meine alten Dateien, als Hintergrund ein Bild von Lola und Greta in der Badewanne, beide noch mit Milchzähnen ... Mich einfach einmal neu booten....
Und morgen ist wieder ein neuer Tag.
Dienstag, 26. Januar 2016
Voll wie der Mond
Mein Kopf ist ganz voll dieser Tage. Voller Erfahrungen, von vier Tagen Workshop in "Poesie- und Bibliotherapie". Einer Weiterbildung, an der ich gerade teilnehme.
Voller Geschichten bin ich. Eigener, die wieder hochgekommen sind. Fremder, die weit weg sind von mir. Und manche so nah, dass ich kein Blatt zwischen sie und mich stecken kann. Dass sie sich eingedrückt haben in mich, bis ich bemerke, dass sie eine Variante meiner eigenen Geschichte sind. Die ich immer noch nicht sehen will.
Eindruck sucht nach Ausdruck. Ich fühle mich eingedrückt. Als wären meine Worte unter so vielen Worten verschwunden...
Ich suche nach dem Ventil, um die Luft wieder abzulassen. Und im Wirbel des Luftstroms neue Landschaften zu erschaffen. Oder auch nicht.
Wieder leer werden. Mich wieder spüren. Den kleinen feinen Kern des NICHTS. Der doch alles ist.
Voller Geschichten bin ich. Eigener, die wieder hochgekommen sind. Fremder, die weit weg sind von mir. Und manche so nah, dass ich kein Blatt zwischen sie und mich stecken kann. Dass sie sich eingedrückt haben in mich, bis ich bemerke, dass sie eine Variante meiner eigenen Geschichte sind. Die ich immer noch nicht sehen will.
Eindruck sucht nach Ausdruck. Ich fühle mich eingedrückt. Als wären meine Worte unter so vielen Worten verschwunden...
Ich suche nach dem Ventil, um die Luft wieder abzulassen. Und im Wirbel des Luftstroms neue Landschaften zu erschaffen. Oder auch nicht.
Wieder leer werden. Mich wieder spüren. Den kleinen feinen Kern des NICHTS. Der doch alles ist.
Mittwoch, 20. Januar 2016
Die Katze schnurrt wieder...
Es ist ein Auf und Ab. Dieser Tage ein Auf. Ist es die Sonne, der zunehmende Mond?
Etwas in mir ist klar geworden. Oder habe ich einfach losgelassen?
Ich habe einen entscheidenden Hinweis gelesen, in einem Buch.
Dass es darum geht, die Erwartungen anderer Menschen nicht immer zu erfüllen. Ihren Ratschlägen, Zweifeln, Anmerkungen und Vorschlägen zum Trotz den eigenen Weg weiterzugehen. Es auszuhalten, dass die anderen das nicht gut finden. Gegen ihren Widerstand bei sich selbst zu bleiben.
Mir fällt das so schwer. So unendlich schwer. Aber es geht mir besser damit. Als wäre die schlafende Katze in mir wieder erwacht.
Manchmal habe ich Angst vor ihr. Sie ist so unberechenbar.
Etwas in mir ist klar geworden. Oder habe ich einfach losgelassen?
Ich habe einen entscheidenden Hinweis gelesen, in einem Buch.
Dass es darum geht, die Erwartungen anderer Menschen nicht immer zu erfüllen. Ihren Ratschlägen, Zweifeln, Anmerkungen und Vorschlägen zum Trotz den eigenen Weg weiterzugehen. Es auszuhalten, dass die anderen das nicht gut finden. Gegen ihren Widerstand bei sich selbst zu bleiben.
Mir fällt das so schwer. So unendlich schwer. Aber es geht mir besser damit. Als wäre die schlafende Katze in mir wieder erwacht.
Manchmal habe ich Angst vor ihr. Sie ist so unberechenbar.
Montag, 18. Januar 2016
Man muß weggehen können
Man muß weggehen können
und doch sein wie ein Baum:
als bliebe die Wurzel im Boden,
als zöge die Landschaft und wir ständen fest.
Man muß den Atem anhalten,
bis der Wind nachlässt
und die fremde Luft um uns zu kreisen beginnt,
bis das Spiel von Licht und Schatten,
von Grün und Blau,
die alten Muster zeigt
und wir zuhause sind,
wo es auch sei,
und niedersitzen können und uns anlehnen,
als sei es an das Grab
unserer Mutter.
Hilde Domin
und doch sein wie ein Baum:
als bliebe die Wurzel im Boden,
als zöge die Landschaft und wir ständen fest.
Man muß den Atem anhalten,
bis der Wind nachlässt
und die fremde Luft um uns zu kreisen beginnt,
bis das Spiel von Licht und Schatten,
von Grün und Blau,
die alten Muster zeigt
und wir zuhause sind,
wo es auch sei,
und niedersitzen können und uns anlehnen,
als sei es an das Grab
unserer Mutter.
Hilde Domin
Samstag, 16. Januar 2016
Das Herz schlägt wieder...
Der Vorsatz (jeden Tag einen Post zu schreiben) ist eine Sache. Das Leben eine andere.
Und wenn es plötzlich wieder droht, am seidenen Faden zu hängen, oder - anders gesagt - wir uns plötzlich bewusst werden, dass es das eigentlich jeden Tag tut, dann gelten andere Gesetze.
Und am Donnerstag hingen plötzlich dunkle Schatten in der Lunge vom Opa Bernd (Pavels Opa und Lolas Zieh-Opa). Und das kurz nach einer schweren Herz-OP. Und da haben wir uns blitzschnell aufgemacht, ihm alle unsere Energie und unseren Lebenswillen einzuhauchen. Und ihm die Idee von der anderen Seite ganz schnell auszutreiben.
Wer weiß. Vielleicht sind unsere Tage von vorne herein gezählt. Und ohnehin alles bestimmt. Aber mir ist doch ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen, heute zu sehen, wie er vom grauen Gespenst unter Schläuchen wieder zur knallrot-bebademantelten Erscheinung wurde, die aufrecht über den Krankenhausgang schritt.
Immer wieder seltsam. Aber im Angesicht der plötzlichen Endlichkeit des Lebens fühle ich immer eine ganz besondere Ruhe und Kraft. Wenn alles auf einmal so schrecklich klar ist. Schmerzhaft, aber auf eigenartige Weise auch sehr lebendig. Da schlägt mein Herz wieder und weiß ganz genau, worum es geht - im Leben.
Und wenn es plötzlich wieder droht, am seidenen Faden zu hängen, oder - anders gesagt - wir uns plötzlich bewusst werden, dass es das eigentlich jeden Tag tut, dann gelten andere Gesetze.
Und am Donnerstag hingen plötzlich dunkle Schatten in der Lunge vom Opa Bernd (Pavels Opa und Lolas Zieh-Opa). Und das kurz nach einer schweren Herz-OP. Und da haben wir uns blitzschnell aufgemacht, ihm alle unsere Energie und unseren Lebenswillen einzuhauchen. Und ihm die Idee von der anderen Seite ganz schnell auszutreiben.
Wer weiß. Vielleicht sind unsere Tage von vorne herein gezählt. Und ohnehin alles bestimmt. Aber mir ist doch ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen, heute zu sehen, wie er vom grauen Gespenst unter Schläuchen wieder zur knallrot-bebademantelten Erscheinung wurde, die aufrecht über den Krankenhausgang schritt.
Immer wieder seltsam. Aber im Angesicht der plötzlichen Endlichkeit des Lebens fühle ich immer eine ganz besondere Ruhe und Kraft. Wenn alles auf einmal so schrecklich klar ist. Schmerzhaft, aber auf eigenartige Weise auch sehr lebendig. Da schlägt mein Herz wieder und weiß ganz genau, worum es geht - im Leben.
Mittwoch, 13. Januar 2016
'Travestie für Fortgeschrittene'
Am Sonntag waren wir mit der Bande in der Galerie für zeitgenössische Kunst (GFZK). Und ganz wider Erwarten, denn wir waren vor allem aus elterlichem Eigeninteresse in die Ausstellung gegangen, waren auch die Kinder sehr angetan. Was sicher auch mit dem hohen Anteil an 'Videokunst' zu tun hatte, der - zumindest bei Pavel - noch als 'Kino' durchging - wo die Kinder an diesem Nachmittag nämlich eigentlich viel lieber hinwollten.
So schauten sie sich halt Videos von schick gekleideten Geschäftsleuten an, die sich in den 'Brühl Arkaden' - unter dem irritierten Blick der Passanten - ein Lager zum Schlafen auf dem schönen Marmorboden ausbreiteten und eine kleine Ruhepause gönnten.
Ja, was ist denn auch eigentlich normal? Und wen kümmert das heute noch? Und wer reagiert überhaupt, wenn wir nicht so angepasst sind, wie erwartet? Nicht vor allem unser eigenes Angstzentrum???
Mein Fazit. Man kann sich im Grunde ruhig mal zum Mittagsschläfchen auf dem Boden eines Einkaufszentrums ausstrecken. Es passiert - rein gar nichts. Und - es guckt auch niemand wirklich hin. Das war das Erstaunlichste.
Noch erstaunlicher, aber weniger beruhigend war die Erfahrung, dass die Menschen genauso wenig reagieren, wenn jemand einen öffentlichen epileptischen Anfall bekommt. Aber wohl traurige Normalität...
Inspiriert zu diesem Ausstellungsbesuch wurde wir von unserem Freund Diego Vivanco, der dort sein jüngstes 'Videoprojekt' 'Istanbul International Electric' ausgestellt hat.
Ein Video über seine Erfahrungen in Istanbul als Mitarbeiter einer kleinen Elektrikfirma, bei der er drei Monate lang gearbeitet hat, ohne dafür Geld zu verlangen. Denn das bekam er schon über ein Kunststipendium, was eigentlich an Kunststudenten vergeben wird, um sich einmal ohne finanziellen Druck ganz ihren künstlerischen Projekten widmen zu können.... Er nutzte es, um seine Arbeit anbieten zu können, ohne dafür Geld verlangen zu müssen. Und machte sie damit zu einer Art 'Performance'.
Ich fühlte mich zurückversetzt in meine Zeit in der Türkei. In Adana. Jahre ist es her. Wo ich ein mehrwöchiges Praktikum machte in einem 'Baumwoll Im- und Exportunternehmen'. 'Pamuk Islari', auf türkisch... Dass das vielleicht auch eine Art 'Performance' gewesen sein könnte, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Aber vielleicht mach ich ja nochmal ein Buch daraus?
Was man als Künstler nicht alles darf...
So schauten sie sich halt Videos von schick gekleideten Geschäftsleuten an, die sich in den 'Brühl Arkaden' - unter dem irritierten Blick der Passanten - ein Lager zum Schlafen auf dem schönen Marmorboden ausbreiteten und eine kleine Ruhepause gönnten.
Mein Fazit. Man kann sich im Grunde ruhig mal zum Mittagsschläfchen auf dem Boden eines Einkaufszentrums ausstrecken. Es passiert - rein gar nichts. Und - es guckt auch niemand wirklich hin. Das war das Erstaunlichste.
Noch erstaunlicher, aber weniger beruhigend war die Erfahrung, dass die Menschen genauso wenig reagieren, wenn jemand einen öffentlichen epileptischen Anfall bekommt. Aber wohl traurige Normalität...
Inspiriert zu diesem Ausstellungsbesuch wurde wir von unserem Freund Diego Vivanco, der dort sein jüngstes 'Videoprojekt' 'Istanbul International Electric' ausgestellt hat.
Ein Video über seine Erfahrungen in Istanbul als Mitarbeiter einer kleinen Elektrikfirma, bei der er drei Monate lang gearbeitet hat, ohne dafür Geld zu verlangen. Denn das bekam er schon über ein Kunststipendium, was eigentlich an Kunststudenten vergeben wird, um sich einmal ohne finanziellen Druck ganz ihren künstlerischen Projekten widmen zu können.... Er nutzte es, um seine Arbeit anbieten zu können, ohne dafür Geld verlangen zu müssen. Und machte sie damit zu einer Art 'Performance'.
Ich fühlte mich zurückversetzt in meine Zeit in der Türkei. In Adana. Jahre ist es her. Wo ich ein mehrwöchiges Praktikum machte in einem 'Baumwoll Im- und Exportunternehmen'. 'Pamuk Islari', auf türkisch... Dass das vielleicht auch eine Art 'Performance' gewesen sein könnte, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Aber vielleicht mach ich ja nochmal ein Buch daraus?
Was man als Künstler nicht alles darf...
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