Sonntag, 19. November 2017

Wie Du eine Vision entwickelst

Eine Leben zu leben voller Leidenschaft. Mit Überzeugung. Den eigenen Werten gemäß.

Das ist doch das Ziel!

Oder?

Setz dich hin und frage Dich.

Wie will ich leben? Wie kann ich helfen? Wie kann ich die Welt ein Stückchen besser machen?

Auch wenn ich nicht die großen Strippen ziehen kann. Insektizide nicht verbieten kann. Große Immobilieninvestoren aus Leipzig nicht vertreiben kann. Auf amerikanische und die Hälfte der sächsischen Wähler keinen direkten Einfluss habe. So habe ich doch Einfluss auf mein direktes Umfeld. Auf alle Menschen, denen ich täglich begegne.

Und ich kann mich immer wieder bemühen, mein Bestes zu geben. Mich und sie zu respektieren. Zuzuhören. In mich hineinzuhören. Und mich zu fragen: welcher Weg und welches Wort hilft allen im Moment am meisten weiter? Auch welches Wort, das ich nicht sage? Welchen Zorn, den ich nicht an jemandem auslasse?

Und was dabei am meisten hilft. Sofort Energie frei werden lässt.

Ist eine Vision! Die Vision vom Leben, das ich leben möchte.

Und ist die Vision da, in meinem Kopf. Dieses Bild. So wird es Wirklichkeit werden.

Wenn ich es schaffe, die Angst loszulassen. Vor meiner eigenen Freiheit.


Samstag, 18. November 2017

Wie schön, dass Du geboren bist....

Das Schönste an ihrem Geburtstag war, dass wir dieses Lied für sie gesungen haben. Erklärt mir Lola mit glänzenden Augen beim Zubett-Bringen.

"Wie schön, dass Du geboren bist. Wir hätten Dich sonst sehr vermisst...."


Wie sie da liegt. Im neuen gestreiften Nachthemd. Neben ihr das neue Bibi-und-Tina-4-Buch für Erstleser. Ihr Tisch voller Kratze-Bilder, die sie schon fast fertig 'ausgemalt' hat, während ich die Reste ihrer Geburtstagsparty beseitigt habe.

"Freurich. Meine Gebutstag", sagt sie, mit diesem Strahlen in den Augen, das direkt aus der Seele zu kommen scheint. Und gibt mir einen Kuss. Eine Minute später ist sie eingeschlafen, tief und fest.

Wenn ich das vor zehn Jahren gewusst hätte. Wieviel Innnigkeit und Freude sie in unser Leben bringen würde.

Oder hat sie mich das erst gelehrt? Die kleinen Dinge zu sehen. Die leisen Worte. Die langsamen Bewegungen.

Danke, Lola. Dass es Dich gibt!


Donnerstag, 16. November 2017

Die Gabe, einen Fleck zum Leuchten zu bringen

Manche Tage passen wie ein Mosaik zusammen. Andere sind wie Dominosteine. Erst läuft es wie am Schnürchen, doch auf einmal stürzt alles zusammen.

Du willst nur noch eines: Verschwinden. Davonlaufen. Am besten fliegen.

Nur wo sind die Flügel geblieben? 

Alle schauen Dich an. Und warten. Die Luft ist zum Zerschneiden. Und du? Nickst - und gehst.

Was machst du? Dich unter einen Busch legen und die Wunde lecken?

Manche Türen verschließen sich, an irgendeinem Punkt im Leben.

Macht es Sinn, sie mit Gewalt wieder aufzusprengen? Mit Schlagstöcken gegen das Leben anzuhämmern?

Vielleicht ist es endlich an der Zeit, eine andere Türe zu öffnen. 

Mittwoch, 15. November 2017

Energietankstelle gefällig?

5 Uhr Nachmittag. Es ist schon dunkel. Die Kinder spielen in ihren Zimmern. Und ich? Könnte einen Artikel in der Zeitung lesen. Etwas Schönes kochen. Oder den Geschirrspüler ausräumen.

Aber ich fühle mich so kraft- und saftlos, dass ich zu nichts in der Lage bin. Dabei war der Tag eigentlich schön. Und gar nicht so energieraubend.

Habe ein erquickliches Seminar in der Uni gehalten. Ohne dass mich die Studierenden ausgebuht haben.

Habe mit meinem ehemaligen Chef angenehm zu Mittag gegessen und Möglichkeiten einer Weiterbeschäftigung eruiert (noch ohne Aussicht auf Erfolg, aber egal).

War mit Pavel im 'kleinen Garten', habe in der Erde gewühlt und Zweige zerhexelt. Derweil Pavel Steine zerkloppt hat, um einen Weg zu "pflastern". (Jetzt liegt alles voller Steinbrocken, aber egal).

Während Lola und Greta beim Geigen waren und alleine mit der Straßenbahn wieder nach Hause gekommen sind.

Ein runder, schöner, voller Tag.

Und ich? Bin ohne jede Energie.

Kennt ihr das?

Warum nur? denke ich. 

Was kann ich machen, um mich besser zu fühlen? Mich aufzupumpen, mit neuer Energie? Da muss es doch Tricks geben, Tipps.

Hab ich den falschen Job?

War die Gartenarbeit doch zuviel?

Denke ich zu viel nach, während ich etwas tue? Müsste ich mich mehr auf das Hier und Jetzt konzentrieren?

Mehr Sport, das ist es. Mehr Sport machen.

Wirklich?

Oder sollte ich mich vielleicht einfach einen Moment auf das Sofa legen? Mich einfach einen Moment lang auf das Sofa legen. Und - nichts tun! Nichts denken. Nichts fragen. Nichts lösen. Einfach: nichts.

Und wie wunderbar, liegt es sich da. Beine hoch. Kissen unter den Kopf. An die Decke starren. Ruhe, Endlich Ruhe.

Bestimmt 5 Sekunden. Da kommt Greta ins Wohnzimmer. "Mama, was machst DU denn da?" fragt sie und starrt mich entgeistert an.

"Ähm. Ich glaube, ich liege auf dem Sofa."

"Und was MACHST du da?"

"Nichts", sage ich. So selbstverständlich wie möglich.

"Na, dann ist ja gut", sagt sie und geht in die Küche, um sich etwas zum Naschen zu holen.

"Und was gibt's zum Essen heute?"

"Weiß ich noch nicht...", antworte ich.

Und denke: Nichts.

Montag, 4. September 2017

Durch den Wald...






Kleiner Indianer





Auschau halten nach...