Heute wurde vom 'Deutschen Institut für Menschenrechte' die Studie "Inklusive Bildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit" veröffentlicht. Aus der hervorgeht, dass eine Mehrheit der befragten 7.500 Eltern inklusive Bildung für ihre Kinder bevorzugen - wenn die Bedingungen stimmen.
Sehr spannende und wichtige Untersuchung!
Auf der Seite des Intituts finden sich auch viele interessanten Fakten zum aktuellen Stand der inklusiven Bildung in Deutschland sowie ein spannendes Interview mit den Autorinnen Susanne Kroworsch und Britta Schlegel.
Hier im Blog habe ich ja immer wieder über unsere Erfahrungen mit der Inklusion in Lolas Schule berichtet. Und kann nur bestätigen: wenn die Rahmenbedinungen und die personellen und fachlichen Ressourcen stimmen, kann das super sein.
Wenn nicht, kann allerdings auch eine Förderschule oder später eine 'Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) ein guter Ort für ein Kind bzw. einen Erwachsenen mit Behinderung sein.
Lola zumindest hat sich bisher auch in Arbeitsbereichen der Werkstatt oder in rein 'exklusiven Angeboten' ihrer Schule immer sehr wohl gefühlt. Und dort viel gelernt und viel Selbstbewusstsein gewonnen. Und beginnt ja auch jetzt den Berufsbildungsbereich in den Lindenwerkstätten. Weil sie da unbedingt hinwollte!
Am besten fand ich bisher eine gute Mischung: zum Beispiel ihre Werkstufenklasse nur mit Kindern mit Förderbedarf (für 12 Schulstunden die Woche) innerhalb der sonst inklusiven Schule. Oder auch den geschützen, hochstrukturierten Arbeitsbereich des Lindencafès, aber mit Publikumsverkehr aus dem Viertel.
Denn solange die personellen und finanziellen Ressourcen und auch das fachliche Know-How nicht vorhanden sind, wie Menschen mit Behinderung gut inklusiv begleitet werden können, sei es schulisch und am Arbeitsplatz, kann das mit der Inklusion auch gründlich daneben gehen....
