Mittwoch, 25. Februar 2009

Lesen - am Computer


Seit ein paar Wochen gucken wir uns nun immer die von mir gebastelten Powerpoint-Präsentationen am Bildschirm an. Etwas, was man wohl auf gar keinen Fall machen soll, so die Kommentare aller Heil- und Sonderpädagogen, die ich gesprochen habe. Computer, auf gar keinen Fall. Mmmh, ist das ein Generationenproblem? Ich sehe keinen so grossen Unterschied zwischen einem Buch und einem Bildschirm und mache es einfach. Greta und Lola sind begeistert!!!! "Lesen, Mama, ich will Lesen", bettelt Greta. Und ich hole den Computer, nach jedem Essen, und wir schauen uns die Wort-Foto-Serien an und die Mädels sind mit Eifer dabei. Lola plappert meist wie wild los, wenn sie die Bilder sieht, vor allem, wenn es neue sind.

Jede Präsentation besteht aus fünf Dingen oder Personen. Zuerst sieht man die erste Silbe (BE), dann eine neue Folie mit dem ganzen Wort (BECHER) und dann ein Foto von dem Objekt. Ich sage dazu dann laut und deutlich das Wort (BECHER), am besten auch so, dass Lola meinen Mund sehen kann. Unterstützt werde ich dabei natürlich von Greta (BECHER, Lola, BECHER), die tatsächlich ein paar der oft wiederholten Begriffe schon erkennt und "vorliest". Naja, vielleicht hilft ihr auch die Farbe, denn jeder Begriff und das zugehörende Foto ist auf Folien einer bestimmten Farbe, so dass man schon an der Farbe erraten könnte, welches Wort jetzt kommt. Keine Ahnung, ob das sinnvoll ist. Aber es gefällt mir so und ist auch ein netter Eye-catcher.

Ich habe die Präsentationen auch mal ohne Bilder ausprobiert, aber die Aufmerksamkeit der Kinder ist einfach viel geringer. Wenn sie auch die Fotos sehen, sind sie viel gespannter dabei. Und das ist ja die Hauptsache. Die Motivation. So hat man es mir gesagt.

Neben diesen Präsentationen habe ich auch ein paar andere gemacht. Ich habe zum Beispiel ganze Liedtexte von bestimmten Kinderliedern, die wir ständig singen, phrasenweise auf den Bildschirm geschrieben, also zum Beispiel "Auf einem Baum"- "ein Kuckuck" - "saß". Wir singen (Greta und ich) und dabei sieht man genau den Text, den wir gerade singen, so wie bei Karaoke. Auch das ist ganz hoch im Kurs bei beiden Mädels und ich muss wohl noch mehr davon machen.


Daneben habe ich mir auch ein paar Bücher mit den Guk-Karten gebastelt, immer ein Wort und eine Bildkarte auf einer Seite, also "AUTO" und das Bild vom Auto. Die zeige ich den Kindern dann, stelle dazu ein Spielzeugauto hin, mit dem sie spielen können, mache ein Geräusch dazu wie "BRUMBRUM" und zeige die dazugehörende Gebärde. Falls es ein passendes Lied gibt, singen wir das dann auch noch. Also beim 'Vogel' zum Beispiel das Lied "Alle Vöglein sind schon da" oder beim Hasen "Häschen in der Grube"... Auch das finden die Kinder toll. Aber nicht ganz so toll wie sie Sessions am Computer. Es sind halt moderne Kids.

1 Kommentar:

La Tía Elena hat gesagt…

Hola Familia:
Me ha parecido interesantísimo el trabajo que puede ser posible hacer con las niñas a partir del power-point y la computadora. Ya en Gijón, en Navidad, Greta se mostró muy interesada por el aparato y por lo que podría hacer en él y con él.
Quizás me de un tiempo y les haga un power-point contándoles mis actividades y se lo envío...En castellano? o en portugués? Ja, ja, ja.
Grandes abrazos de La Tía Elena