Dienstag, 12. Juni 2012

Frühstücksidyll by Greta




Greta, mal wieder an der Kamera. Seit ihrem 6. Geburtstag hat sie selber eine. Hier ein kleiner Teil ihrer Fotodokumentation unsres heutigen Balkonfrühstücks.








Und hier noch - ganz beiläufig - die Lüftung eines bisher gut gehüteten Geheimnisses. Lang hätt' ich es eh nicht mehr hüten können...


Montag, 11. Juni 2012

Lola schaukelt


Lola hier beim Schaukeln. Was sie seit diesem Frühjahr ganz alleine schafft, ohne fremde Hilfe beim Aufsteigen oder Anschieben. Dank dieser Schaukel, die tief genug hängt, so dass sie selber hoch und runter kommt und sich abstoßen kann. Im Grunde hat sie das Prinzip schon raus...

Letzen Sommer war sie einmal von einer recht hohen Schaukel geflogen, auf der sie jemand Fremdes auf dem Spielplatz angestoßen hat, und hatte sich ein paar Monate lang gar nicht getraut zu schaukeln. UMso glücklicher bin ich, dass sie es doch wieder versucht hat...

In diesem Video kriegt ihr übrigens einen schönen Eindruck von Lola, wie sie leibt und lebt. Von ihrem abgehackten Sprachstil". Der manchmal doch etwas ruppig ist. "Mama, los, schieb mich an". Dafür reicht ihr ein forderndes "BBB".   Und als Antwort, wenn Mama keine Lust hat, sofortiges Protestgeschrei. Was zwar meist nur kurz andauert, mich aber je nach Grundverfassung oft ganz schön aufregt. In diesem Falle wird es  glücklicherweise durch einen kleinen Zwischenfall beendet, der Lola wieder zum lachen bringt...

Runterfallen ist übrigens gerade eine ihrer größten Leidenschaften. Kein Scherz. Sie übt es geradezu. Schmeißt sich überall hin, vom Bett, von der Leiter, von der Schaukel, und tut sich eigentlich nie dabei weh. Im Gegenteil, es scheint, als würde sie es ganz gezielt als Falltraining machen. Was ich gar nicht so übel finde.... Denn auch richtig fallen will gelernt sein.

Samstag, 2. Juni 2012

Sommer aufm Balkon


Ein Tag, ganz ohne Kinder...  Hab versucht, einfach mal NICHTS zu tun. Ausgeschlafen. Der Versuch eines kurzen Einkaufs hat mich fast zu Boden gebracht. Viel zu anstrengend. Einzige Lösung: schnell wieder ins Bett legen und entspannen - Ergebnis: Weiterschlafen bis zum Nachmittag. 


Totales Matschgefühl im Anschluss. Eine Runde Yoga. Dann die große Essensinspiration - siehe Fotos. Was man nicht alles aus rot-grün rausholen kann?


Danach gleich wieder ins Bett gelegt und nächste Entspannungsübung gemacht - diesmal ohne Einschlafen. Trick: die Handflächen so lange einander gegenüber halten, bis Energie spürbar zwischen den Händen zu fließen beginnt. Irres Gefühl. Damit den Körper gleichmäßig aufgeweckt.


Genug Kraft gefunden, die Reste vom Essen aufzuräumen. Und raus zu gehen, aufs abendliche Feld, ins Küchenholz. Den schönsten wilden Großstadtpark den ich kenne. Direkt vor unserer Türe. Und mich an Details erfreut. Siehe Fotos unten.

.. und aufm Feld









Dienstag, 29. Mai 2012

Das wär doch gelacht... Frühes Lesen (Teil II)

Ja, also die Aussicht, dass Lola nicht sprechen lernen wird (was im Falle einer Apraxie möglich wäre), hat mich doch einigermaßen aus meinem Dornröschen-Therapie-Schlaf gerissen. Dann muss ich halt wieder ran, bei allem Vertrauen, was Lolas Neugier und Eigenantrieb angeht. Um selber und automatisch sprechen zu lernen, scheint ihr wohl irgendetwas zu fehlen. Sei es die Zweisprachigkeit, sei es irgendeine Verarbeitungsstörung, lass sie uns Apraxie nennen oder etwas anderes. Und wenn ich will, und das will ich verdammt noch mal, dass sie mal richtig sprechen lernt, muss wohl ein intensiveres und regelmäßiges Sprachtraining her. Nicht nur einmal die Woche bei der Logopädie, sondern täglich bei uns zu Hause.

Fakt ist, dass Lola bis jetzt an richtigen Worten eigentlich nur Eigennamen spricht: Mama, Papa, Lola, Greta und Oma. Ansonsten eher so Sachen wie WaWa (Hund), Ma (Katze), Bu (Buch), Pape (Puppe), Pipi (aber mit geschlossenem i), Dal (Schal), Tu (Tuch und Stuhl). Und auf diesem Stand ist sie gefühlt seit etwa 2.5 Jahren (ich übertreibe etwas...). Neu ist Mäh (Schaf), Aoa (Schokoladeneis) oder Oo (für etwas außergewöhnliches). Ja oder Nein existieren immer noch nicht in ihrem Wortschatz. Für alles weitere verwendet sie Gebärden, die sie zu 2-3 Wort-Sätzen kombiniert und mit deren Hilfe sie schon Dinge ausdrücken kann wie Angst, tot, Arzt, um nur einige Beispiele zu nennen. Dazu kann Lola eigentlich fast alle Einzellaute aussprechen, kennt und gebärdet die dazugehörigen Lautgebärden (Kieler Lautgebärden) und kann sie teilweise auf Buchstabenkarten auch erkennen.

Seit einer guten Woche hab ich nun ein spezielles Lola-Sprachtraining zu Hause begonnen. Eine Mischung aus dem, was die Logopädin  macht, was ich vor etwa 2 Jahren über Frühes Lesen gelernt habe und was mir und Lola gerade Spaß macht. Und das sieht so aus:

Ich habe 8 Worte ausgesucht, die wir uns nun jeden Tag vorknöpfen. Die ich jetzt so lange zu Hause mit ihr übe, bis sie sie sprechen kann. Und das wären gerade Ball, Auto, Teller, Buch, rot, Kuh, Baum und Eis. Wir nehmen erstmal 4 Guk-Wortkarten und lesen sie gemeinsam, unterstützt durch Lautgebärden. Lola imitiert die Laut-Gebärden super, und die Laute auch immer besser. Dann zeig ich ihr die passenden vier Bildkarten dazu und sie muss sie den Wortkarten zuordnen. Meist erinnert sie sich super an die richtigen Wortkarten und legt sie richtig drauf, wahrscheinlich aber eher wie beim Memory, als dass sie die Worte wirklich erkennt. Aber manche erkennt sie langsam auch von sich aus. Eigentlich müsste man ja Wortkarten den Wortkarten zuordnen, aber dass findet Lola so langweilig, dass sie meist viel zu schnell die Lust verliert. Drum machen wir es grad so.

Wenn sie alle 8 Wortkarten auf diese Art und Weise "gelesen" und die Bildkarten zugeordnet hat, nehmen wir die Bildkarten und legen sie alle verkehrt herum auf den Tisch. Und überlegen uns eine Karte, die wir gemeinsam "rufen". Ich frag Lola, "welche Karten wollen wir suchen?" Lola sagt oder gebärdet dann eine der 8 Karten (meistens allerdings immer nur Ball oder Auto) und wir rufen ganz laut: "BALL, WO bist du?" Und weil das laute rufen so aufregend ist, macht sie ziemlich gut mit. Dann darf jeder abwechselnd eine Karte umdrehen und wer die gesuchte Karte findet, darf sie behalten und die nächste Karte ausdenken, die wir rufen wollen. Usw. bis wir alle 8 Karten gefunden haben.Klappt super und sie macht jeden Tag echt hervorragend mit (wovon in den letzten zwei  Jahren bei solchen Spielen leider keine Rede sein konnte...).

Nach sechs Tagen "Training" sagt sie mittlerweile perfekt BALL, TELLA (ein bisschen verschlossen noch), TO (für Auto, vorher war es nur Brm),  BA und dann gebärdetes M (für Baum) und CH-BU (für Buch, leider verkehrt herum), Muh (für Kuh, wobei sie das K gebärdet), rot und Eis gebärdet sie nach wie vor komplett.

Also nach nur sechs Tagen hat sie auszusprechen gelernt: Ball und Teller!!!!  Und sie verwendet die Worte auch an allen möglichen richtigen Stellen im Alltag. Und vor einer Woche hat sie eigentlich nur Gebärden dafür verwendet. Wahnsinn!!! Ihr wisst gar nicht, wie schön es ist, sie endlich diese Worte sprechen zu hören! Und das bei nur 15 Minuten am Tag. Warum hab ich das nicht schon längst einfach konsequent durch gezogen? Naja, besser spät als nie... Hoffen wir, dass ich es durchhalte.

Montag, 28. Mai 2012

Immer happy sunshine?

Ich bin schon lange überzeugt von der Kraft sich selbst erfüllender Prophezeiungen. Von der Macht der Gedanken, positiver wie negativer. Und da wir ja alle im Grunde Interesse am maximalen Wohlbefinden haben, versuche ich möglichst nur die kraftvollen, energiespendenden Gedanken zuzulassen. Den Dingen immer auch eine positive Seite abzugewinnen, eine Lernaufgabe, oder wenn es gar nicht mehr anders geht, eine Herausforderung, auch an den widrigsten Umständen zu wachsen.

Meist gelingt es mir ganz gut. So dass ich Energie habe, Spaß am Leben, Kraft für die Arbeit, für die Kinder, für die Familie. Lust auf Neues, auf Projekte, Ausflüge. Kraft, auch mit unvorhergesehenen Neuigkeiten gut umzugehen. Und mit den kleinen täglichen Herausforderungen, den Launen und Bedürfnissen der Kinder. Mit Gretas Drang, mir die Welt zu erklären. Und Lolas wild gestikulierten Erklärungsversuchen, die ich immer noch nicht verstehe. Flexibel auf alles und jeden zu reagieren. Nicht gleich den Mut verliere... Immer geduldig, fürsorglich, sanftmütig...

Und doch irgendwann und irgendwie sind diese Kraft- und Energiereserven erschöpft. Mir ist einfach nur nach Weinen und Jammern zumute, und ich würde es am liebsten auch den ganzen Tag tun. Und wünschte mir, dass irgendjemand mich dabei halten würde und sagen würde: lass gut sein, ich kümmer mich um dein Leben. Ich mach das schon. Mach Du mal ne Pause, ruh dich aus und lass deine Seele baumeln...

Aber wir stehen in vorderstes Front. Ohne Aussicht auf Vertretung. Bezahlter Erziehungsurlaub? Also ich meine, Urlaub von der Erziehung... Keine Chance!

Da muss ich denken an diese Studie. Hab nur davon gehört, irgendwo. Keine Ahnung mehr, wo... Dass wenn man Eltern jede Stunde fragt, wie sie sich fühlen, sie eigentlich ständig belastet bis überbelastet angeben. Aber wenn man sie ganz allgemein über ihre Lebenszufriedenheit befragt, sie trotzdem im Schnitt zufriedener sind mit ihrem Leben als vergleichbare kinderlose Menschen. Das heißt, trotzt momentaner Stress-Gefühle, die die Kinder einem bescheren, machen sie langfristiger glücklicher.

Dumm  nur, dass es manchmal so schwer fällt, das momentane Gefühl der hoffnungslosen Überbelastung "loszulassen" und den darunter liegenden Kuschelteppich des Elternglücks freizugeben...
 

Sonntag, 27. Mai 2012

Pfingstfrühstück