Mittwoch, 22. Oktober 2008

'Ahh' - oder 'Das erste Wort'?

Heute morgen war wieder Frühförderung, bei uns zuhause, und ich habe wieder richtig viel gelernt über Lola und das, was sie schon kann, vor allem im Bereich Sprache. Manchmal ist man einfach blind. Frau Sammler's erfahrenes Auge hat aber gesehen...


Lola ist unglaublich interessiert an Lauten und Worten. Wenn man ihr etwas sagt, einen Gegenstand benennt, guckt sie einen ganz intensiv und lange an, als wolle sie damit sagen, sag's nochmal. Und manchmal, macht sie die Laute sogar 'stumm' nach, sie macht einfach lustige Bewegungen mit der Zunge, als wolle sie einen imitieren. Diese Phase gäbe es wohl bei allen Kindern, aber meist würden die stummen Zungenimitationen so schnell mit Lauten kombiniert, dass es den Eltern gar nicht auffällt. Um Lola's erste Nachahmungsversuche zu fördern, sei es wichtig, die Worte ganz langsam und überdeutlich auszusprechen und oft zu wiederholen, am besten mit offenem Mund, damit Lola das Zungenbild besser sehen kann.


Und seit Lola zwei Zähnchen hat, ist sie die ganze Zeit wie wild am Erkunden ihres Mundes und ihrer Zähne mit der Zunge, was oft nicht wirklich putzig, sondern eher gefährlich aussieht. Aber Frau Sammler meinte, dass sei eine ganz wichtige Übung für die Mundmotorik. Solange sie es mit Lauten kombiniert, etwa wie 'Bleablööohhblglgblgöäahh', sei das sogar sehr wünschenswert, weil sie so neue Laute entdecke. Auch wenn sie ihre Hand in ihren Mund steckt und dann lostönt, entständen neue Lautkombination, etwa 'wawawawawa', die man dann auch schön imitieren können, etwa mit 'wauwau'. Typischerweise machten die Kinder auf diese Weise in der Phase des Zahnens einige Fortschritte beim Erwerb neuer Phonemketten.


Sehr oft macht sie auch den Laut 'Ahh', wenn sie Sachen anschaut oder anfasst. 'Das erste Wort bei vielen Kindern', sagt Frau Sammler. Wer hätte das gedacht? Und Tatsache, sie macht es sehr oft, als wolle sie dem Ding einen Namen geben oder als wolle sie, dass man das Wort für den Gegenstand nochmal wiederholt. Auch streckt sie mir neuerdings immer ihre Ärmchen mit den Gegenständen entgegen, als wolle sie, dass ich sie benenne. Ich hatte dem bisher kaum Beachtung geschenkt.


Wichtig sei es vor allem, auf alle ihre lautlichen Äusserungen irgendwie zu reagieren, damit sie weiter macht damit. Und lernt, dass man auf diese Weise Reaktionen hervorrufen kann. Denn das ist Kommunikation mithilfe von Sprache... Und die muss verstärkt werden. Unglaublich, wie einfach man all diese ersten Versuche zu 'sprechen' einfach übersehen kann.

Kommentare:

Gabriela hat gesagt…

Lustig, wie ähnlich unsere Posts heute beginnen!
Ich finde es schon erstaunlich immer wieder: Wüsste ich es nicht besser, würde ich annehmen, dass unsere Mädchen gleich alt sind. Was du heute beschreibst, ist genau das, was im Moment bei Mirjam sich zu entwickeln beginnt. Guturale Laute sind allerdings noch keine gekommen. Und diese erwartungsvolle Aufmerksamkeit kenne ich von unserer Maus – bisher wenigstens – nicht. (und das, obwohl ich von Anfang weg sorgfältig und oft und mit Pausen und Warten... mit ihr gesprochen habe)

Danke für deine immer neuen Impulse.
Und wenn ich schon dabei bin: Das neue Bild in der Kopfzeile deines Blogs ist wunderschön!

Lieben Gruss
gabriela

amelie hat gesagt…

Liebe Gabriela,

eure Fotos, vor allem die von Mirjam, sind einfach auch nur wunderschön. Sie sieht so neugierig und fröhlich aus! Grad wo sie den Badschrank so ausräumt, einfach zum totlachen... Es muss einfach eine Freude sein, sie bei euch zu haben.

schön, dass unsere beiden Kleinsten an einem ähnlichen Punkt stehen, da kann man ja doch sehr viel voneinander lernen, ich meine, die mütter

es ist ja schon erstaunlich, was man so alles lernt über Entwicklung, wenn sie plötzlich so stark verlangsamt stattfindet. und mirjam nimmt sich halt auch die zeit, die sie braucht... und sie hat eben ihr eigenes tempo.

Ganz viele liebe Grüsse,
Amelie

el tío Nacho hat gesagt…

¡Que bárbaro! Lola cada día está más guapa, ya empieza a tener cara de niña y no de bebé